ESX oder ESXi – jetzt umsteigen oder besser noch abwarten?

Verfasst am 3. Nov. 2010 von | Kategorie: Server-Virtualisierung

VMware fährt seit dem neuen vSphere 4.1 klar die Strategie, die schlankere ESXi-Architektur statt des umfangreicheren ESX-Hypervisors einzusetzen. Gründe dafür sind vor allem die vereinfachte Konfiguration, das wesentlich effizientere Hotfix-Handling  und die verbesserte Zuverlässigkeit. In der neuen VMware ESXi-Architektur wurde das Konsolenbetriebssystem entfernt und die erforderliche Managementfunktionalität direkt im Core-Kernel implementiert – dadurch entfallen auch mögliche Sicherheitsschwachstellen eines Allzweckbetriebssystems.

Viele VMware-Kunden fragen uns derzeit, ob sie jetzt schon auf die ESXi-Architektur migrieren sollten. Aus meiner Sicht spricht zum jetzigen Zeitpunkt die Nutzung von Managementsoftware wie FTS ServerView RAID Manager und anderen Thirdparty-Tools gegen den Einsatz des ESXi. Erst wenn für eine Umgebung alle notwendigen Thirdparty-Anwendungen auch für ESXi verfügbar sind – und auch reibungslos funktionieren – kann man bedenkenlos auf ESXi umsteigen.

VMware hat angekündigt, dass das nächste Major Release von vSphere ausschließlich die ESXi-Architektur enthalten wird. Gemäß der VMware vSphere-Supportrichtlinie stellt VMware aber auch weiterhin technischen Support für VMware ESX bereit. Im Moment ist also noch keine Eile bei der Migration geboten – VMware-Kunden sollten in Ruhe abwarten, bis die für sie relevanten Drittanbieter ausgereifte ESXi-Versionen ihrer Produkte anbieten.

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Jochen Schott

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