Warum lohnt sich der Einsatz von XenClient Enterprise und wo liegt der Nutzen für Unternehmen?

Verfasst am 13. Dez. 2012 von | Kategorie: Desktop Delivery, Mobility

Seit dem Launch von XenClient Enterprise im Sommer haben wir uns intern intensiv mit den Einsatzmöglichkeiten der neuen Client-Virtualisierungslösung von Citrix auseinandergesetzt. Mittlerweile steht dabei für uns vor allem ein Aspekt im Fokus: Mit XenClient Enterprise bietet Citrix eine effiziente Möglichkeit, unterschiedlichste Endgeräte zu verwalten – und das ganz ohne die Notwendigkeit einer Softwareverteilung. So ergänzt XenClient Enterprise perfekt vorhandene Citrix-Umgebungen, in denen bereits Lösungen wie XenDesktop, XenApp und Provisioning Server eingesetzt werden. Wer heute schon Thin Clients im Unternehmen nutzt, um den administrativen Aufwand gering zu halten, kann nun noch einen Schritt weitergehen und auch das Management von Notebooks und PCs erheblich vereinfachen.

Bisher mussten Administratoren die bestehenden Notebooks und PCs meist immer noch manuell installieren oder per Softwareverteilung betanken. Mit XenClient Enterprise haben sie nun die Möglichkeit, auch die Installation dieser Geräte zu standardisieren und zu automatisieren. Zudem kann XenClient bestehende Produkte in den Bereichen USB-Geräte-Management, Client-Verschlüsselung, Client-Backup und Softwareverteilung ergänzen und zum Teil sogar ganz ablösen.

Wie funktioniert das Ganze?

Der Client-Hypervisor XenClient Enterprise kann mittels PXE-Boot, CD oder USB Stick auf den meisten Endgeräten installiert werden. (Hier geht es zur Hardware Compatibility List: http://www.citrix.com/products/xenclient/how-it-works/specifications.html.) Auf Wunsch lässt sich die Installation auch „unattended” durchführen, sodass kein Eingriff mehr durch den Administrator notwendig ist. Sobald XenClient Enterprise einmal auf dem Endgerät installiert ist, lässt sich dieses vollständig durch den Synchronizer fernsteuern und administrieren.

Der Administrator hat mit XenClient Enterprise die Möglichkeit, zukünftig nur noch eine virtuelle Maschine für beliebig viele Notebooks und PCs zu pflegen und diese über den Synchronizer den Clientgeräten zuzuweisen.

Innerhalb der virtuellen Maschine wird zwischen Betriebssystem, Anwendungen und Benutzerprofil unterschieden, sodass zum Beispiel die Benutzereinstellungen auch nach einem Betriebssystem-Update durch den Administrator erhalten bleiben.

Was macht XenClient Enterprise für den Administrator interessant?

  • Trennung von privater und geschäftlicher Arbeitsumgebung: Der Administrator hat die Möglichkeit, neben der Unternehmens-VM jedem Benutzer auch eine private VM zuzuweisen. Je nach Verwendungszweck lässt sich diese weniger einschränken, um dort dem Benutzer z.B. die Installation von Anwendungen zu ermöglichen.

XenClient Screenshot 1

  • Nutzungsbeschränkung: Per Richtlinie kann geregelt werden, nach welcher Zeit sich eine virtuelle Maschine nicht mehr starten lässt. So lässt sich verhindern, dass eine VM mit unternehmenskritischen Daten nach Ablauf eines definierten Zeitraums noch genutzt werden kann. Dies ist beispielsweise für die temporäre Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern interessant.

XenClient Screenshot 2

  • Verschlüsselung: Der Client-Hypervisor verschlüsselt auf Wunsch mit Hilfe des auf moderner Hardware integrierten TPM-Chips die Control Domain sowie die VHDs der virtuellen Maschinen mit 256-Bit.
  • Remote-Löschung: Der Encryption Key sowie die VHDs der virtuellen Maschinen können aus der Ferne durch den Synchronizer gelöscht werden. Nach spätestens 30 Minuten wird das komplette System zum Stillstand gebracht.

Screenshot XenClient 4

  • USB-Geräte-Management: Über eine USB Lockdown Policy kann der Administrator festlegen, welche USB-Geräte in die XenClient Enterprise VM durchgereicht werden. Auf diese Weise können beispielsweise bestimmte USB-Typen in der Unternehmens-VM verboten und in der privaten VM erlaubt werden.

XenClient Screenshot 4

  • Client-Backup: Über den Synchronizer kann gesteuert werden, in welchen Abständen ein Backup durchgeführt werden soll – ohne das der Benutzer dabei eingreifen muss. Im Falle eines Hardwaredefekts muss lediglich der Hypervisor auf einem neuen Notebook installiert werden und dieses dem Benutzer zugewiesen werden. Der Synchronizer lädt dann automatisch die ihm zugewiesen Maschinen mit den von ihm durchgeführten Änderungen auf das neue Notebook herunter.

XenClient Screenshot 5

  • Windows-Einstellungen: Abhängig von der Windows-Maschine hat der Administrator die Möglichkeit, die Anmeldeinformationen des XenClients an die virtuelle Maschine durchzureichen und den Benutzer auf dieser als lokalen Administrator festzulegen. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Hardwareinformationen an die virtuelle Maschine weiterzureichen.

XenClient Screenshot 6

Wie sieht XenClient Enterprise für den Anwender aus?

Bestimmte Konfigurationsdialoge lassen sich in XenClient Enterprise auch einfach und intuitiv durch den Anwender selbst bedienen. So erfolgt die Einwahl in ein verfügbares WLAN z.B. über folgenden Dialog:

Screenshot XenClient 7

Auch die Energieeinstellungen für das Gerät lassen sich aus der virtuellen Maschine heraus konfigurieren. Der Anwender kann z.B. die Helligkeit des Displays regeln oder festlegen, wann das Display abgeschaltet wird:

XenClient ScreenShot 8

Ebenso hat der Anwender die Möglichkeit, das Verhalten der Maus sowie die Lautstärke einzustellen:

XenClient Screenshot 9XenClient Screenshot 10

Fazit: XenClient Enterprise bietet Unternehmen viele Möglichkeiten, den administrativen Aufwand für ihre Clientgeräte zu senken und die Verwaltbarkeit von PCs und Notebooks zu erhöhen. Für das in Kürze verfügbare Release 4.5 hat Citrix weitere Verbesserungen und Vereinfachungen angekündigt. Wir werden die neueste Version von XenClient Enterprise dann natürlich auch schnellstmöglich im net2net-Blog vorstellen.

Tags: ,

Unser Newsletter informiert Sie über neue Beiträge in unserem Blog.

Ihre E-Mailadresse:

Hinterlassen Sie einen Kommentar!


+ 2 = vier