Nachlese zur sbc convention 2015 – Teil 2: Application und Desktop Delivery

Verfasst am 4. Dez. 2015 von | Kategorie: Desktop Delivery, Hardware, Sicherheit und Verschlüsselung

Die zweite Veranstaltung der sbc convention 2015 stand unter dem Motto: „Die Anwendung muss zum Benutzer – Strategien und Neuigkeiten aus der Welt von Application und Desktop Delivery“.

sbc convention 2015

Wir hatten dazu Referenten von Citrix, IGEL und Gemalto eingeladen und beleuchteten gemeinsam die neuesten Entwicklungen rund um die zentrale Bereitstellung von Applikationen und Desktops. Unter anderem sprachen wir über die Migration zu Windows 10, effizientes Management von Benutzerprofilen, virtualisierte CAD-Anwendungen, Latenzoptimierung und sichere Zugangsinfrastrukturen.

IGEL Technology: Wie auch aus Alt-PCs heute Thin Clients werden

Ein perfekte Hardware-Plattform für den digitalen Arbeitsplatz aus dem Rechenzentrum oder aus der Cloud sind nach wie vor die Thin Client-Lösungen unseres Partners IGEL Technology. Die hohe Wirtschaftlichkeit, die lange Lebensdauer und nicht zuletzt die Sicherheitsvorteile sprechen in vielen Situationen für den Einsatz der festplattlosen, schlanken Endgeräte am Arbeitsplatz.

René Grunwald, Teamleader SE Deutschland bei IGEL, gab in seinem Vortrag auf der sbc convention einen Überblick über das aktuelle Lösungsportfolio. Das Unternehmen deckt mit seiner aktuellen Modellpalette unterschiedlichste Benutzeranforderungen ab – vom besonders kosteneffizienten Standard-Thin Client bis zu leistungsfähigen Geräten für High-End-Grafikanwendungen. Eine besondere Stärke von IGEL ist dabei die effiziente zentrale Administration der Endgeräte mit der IGEL Universal Management Suite.

IGEL sbc convention 2015

Der Referent stellte zudem auch eine Lösung vor, um vorhandene Altgeräte in sichere Thin Clients zu verwandeln. Dazu wird einfach die IGEL-Software Universal Desktop Converter 2 (UDC2) als Betriebssystem auf PCs oder Notebooks installiert. So wird aus der vorhandenen Hardware ein leistungsfähiger Software-basierter und universell einsetzbarer Thin Client für den sicheren Zugriff auf Cloud Services, virtuelle Desktops und Applikationen. Auch diese Endgeräte lassen sich anschließend mit der Universal Management Suite (UMS) zentral verwalten. Für viele Unternehmen kann dies eine interessante Alternative zur Beschaffung neuer Thin Client-Hardware sein.

Citrix-Session: Der Weg zum „Digital Workplace“

Valentine Cambier, Senior Channel Development Manager bei Citrix, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass noch immer eine große Lücke zwischen den technischen Möglichkeiten und der tatsächlichen Situation in vielen Unternehmen besteht. Einerseits gibt es heute ausgereifte Lösungen, um dem Benutzer jede Anwendung genau dort bereitzustellen, wo er sie braucht – unabhängig von Ort, Zeit und Endgerät. Andererseits gaben bei einer aktuellen Umfrage 81 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihre aktuelle IT-Infrastruktur nicht geeignet sei, um künftige geschäftliche Anforderungen zu erfüllen.

Was Anwender von der IT heute hingegen erwarten, ist der mobilen Zugriff auf sämtliche Applikationen, Daten und Collaboration Tools. Mit dem Konzept des „Digital Workplace“ – des Software-definierten IT-Arbeitsplatzes – will Citrix genau diese Anforderung erfüllen.

Citrix

Dabei adressiert das Unternehmen mit seinen neuesten Entwicklungen einige Schlüsselthemen, die für den Erfolg von Application- und Desktop-Delivery-Projekten ganz entscheidend sind:

  • Performance: Durch die Weiterentwicklung der HDX-Technologie und das Zusammenspiel mit NVIDIA im Bereich Grafik-Virtualisierung ist es heute möglich, selbst CAD-Anwendungen performant über das Rechenzentrum bereitzustellen – und das auch für Anwender an weit entfernten Standorten.
  • Mobilität und Produktivität: Citrix XenMobile vereinfacht das Management von mobilen Apps und Endgeräten und bietet sofort einsatzbereite Produktivitäts-Apps für die wichtigsten Aufgaben mobiler Anwender – wie zum Beispiel sichere mobile E-Mail-Kommunikation, Filesharing und Bearbeitung von Office-Dokumenten.
  • Sicherheit: Mit dem neuen Unified Gateway von NetScaler benötigen Anwendern nur noch ein URL, um auf ihren digitalen Arbeitsplatz zuzugreifen – ganz gleich, an welchem Ort und mit welchem Endgerät sie arbeiten. Die IT-Organisation behält dabei volle Kontrolle über die Sicherheit sensibler Daten.

Gemalto: Zugangsinfrastrukturen zuverlässig absichern

Im dritten Vortrag des Tages ging es schließlich um aktuelle Konzepte für die Absicherung von Zugangsinfrastrukturen. Kai Wolff, Channel Sales Manager unseres Partners Gemalto, führte mit einigen Überlegungen zur Informationssicherheit in Zeiten von Abhör- und Überwachungsskandalen in das Thema ein. Dabei zitierte er auch den bekannten US-Whistleblower Edward Snowden, der vor kurzem feststellte: „Sauber implementierte, starke Verschlüsselung ist eines der wenigen Dinge, auf die man sich noch verlassen kann.“

Gemalto

Kai Wolff zeigte anschließend auf, wie Gemalto digitale Geschäftsprozesse vom Data-Store bis zum Endgerät zuverlässig absichert:

  • Verschlüsselung: Mit bewährten Standards und zertifizierten Lösungen verschlüsselt Gemalto unterschiedliche Datentypen – strukturierte Daten, unstrukturierte Daten, virtualisierte Daten und natürlich auch Daten während der Übertragung (Data in Motion).
  • Key-Management: Da aktuelle Verschlüsselungsverfahren selbst mit der Rechenleistung von Hunderten von Supercomputern praktisch nicht mehr zu knacken sind, zielen erfolgreiche Angreife heute auf die Schlüssel selbst. Gemalto hat daher besonders sichere Lösungen für das Key Management entwickelt.
  • Zugriffssicherheit: Jeder Zugriff von außen auf das Unternehmensnetzwerk sollte durch eine starke Benutzerauthentifizierung abgesichert sein. Gemalto bietet dafür heute eine Lösung an, die von Gartner als marktführend eingestuft wird und die mittlerweile auch als Cloud Service verfügbar ist. Warum wir unseren Kunden den Einsatz von Gemalto SAS empfehlen, lesen Sie hier.

Mit einer spannenden Podiumsdiskussion ging die gut besuchte zweite Veranstaltung der sbc convention 2015 schließlich zu Ende. Dabei zeigte sich, dass das Interesse an effizienten Lösungen für die Desktop- und Applikations-Bereitstellung ungebrochen ist und die technischen Möglichkeiten in vielen Umgebungen noch längst nicht ausgereizt sind.

sbc convention 2015

Im nächsten Teil unserer Nachlese geht es dann um die Themen Backup und Archivierung.

Tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Unser Newsletter informiert Sie über neue Beiträge in unserem Blog.

Ihre E-Mailadresse:

Hinterlassen Sie einen Kommentar!


zwei − 1 =