AppSense StrataApps: Unsere ersten Praxis-Eindrücke

Verfasst am 13. Apr. 2012 von | Kategorie: Desktop Delivery

Ende letzten Jahres hatten wir bei net2net eine interne Umfrage zu IT-Lösungen gestartet, auf die wir uns 2012 besonders freuen – StrataApps von AppSense (damals lautete der Projektname noch „AppSense Strata“) wurde dabei mehrfach genannt. Schon vor einiger Zeit hatte AppSense eine Lösung angekündigt, die es Anwendern ermöglicht, selbständig Applikationen auf ihrem Endgerät zu installieren – ohne dass sie dafür über lokale Administratorrechte verfügen müssen. Seit Ende März steht nun eine erste öffentliche Test-Version von StrataApps zum kostenlosen Download bereit.

Die Lösung wurde von AppSense Labs, dem Forschungs- und Entwicklungsbereich von AppSense, vorgestellt und ist derzeit noch nicht für den Produktiveinsatz gedacht. IT-Administratoren sollen StrataApps zunächst in der Praxis testen und erste Erfahrungen sammeln. Genau das haben wir in den letzten Tagen gemacht.

Was leistet AppSense StrataApps?

Mit StrataApps können Anwender Applikationen in einer komplett isolierten Umgebung auf ihrem Endgerät installieren und sicher getrennt vom zugrundeliegenden Betriebssystem ausführen. Im Gegensatz zu etablierten Verfahren der Applikations-Virtualisierung wie App-V oder ThinApp muss die Anwendung dazu nicht paketiert werden. Erforderlich ist lediglich die einmalige Installation einer Laufzeitumgebung. Sobald diese StrataApps-Runtime eingerichtet ist, kann auch ein User ohne lokale Administratorrechte selbständig Applikationen auf seinem Endgerät verwalten. Die aktuelle Test-Version unterstützt dabei ausschließlich Endgeräte mit Windows 7 (Professional, Ultimate und Enterprise).

Was gefällt uns gut?

  • Mit StrataApps hat man die Möglichkeit, mal eben schnell eine Anwendung zu installieren – ohne dazu jedes Mal erst eine virtuelle Maschine starten zu müssen oder das produktive Betriebssystem nach und nach „zuzumüllen“.
  • Bis jetzt hat jede Anwendung, die wir mit StrataApps getestet haben, problemlos funktioniert (z.B. notepad++, Paint.net, Gimp, OpenOffice, …).
  • Durch das Deaktivieren des StrataApps-Agents lassen sich alle installierten Anwendungen temporär wieder aus dem lokalen System entfernen.
  • Sehr praktisch ist die „Follow me applications“-Funktion von AppSense: Der Anwender kann die Daten der installierten Anwendungen auch auf einem USB-Stick oder Netzlaufwerk speichern und seine Applikationen so auf verschiedenen Rechner nutzen.
  • Grundsätzlich macht StrataApps das Arbeiten ohne lokale Admin-Rechte sehr viel einfacher als bisher.

Was müsste AppSense noch verbessern?

Verbesserungswürdig ist im Moment noch die Performance bei der Installation von Programmen. Außerdem dauert es noch zu lange, bis der Agent auf dem Endgerät tatsächlich deaktiviert ist.

Mein persönliches Fazit:

StrataApps ist eine mehr als interessante Lösung, die Erwartungen auf die weitere Entwicklung weckt. Ich werde künftig versuchen, alle Tools, die ich auf meinem Notebook nutze, über StrataApps bereitzustellen. So wird der Aufwand, das Endgerät zu wechseln, für mich minimiert.

Weitere Informationen zu StrataApps

Tags: ,

Unser Newsletter informiert Sie über neue Beiträge in unserem Blog.

Ihre E-Mailadresse:

Hinterlassen Sie einen Kommentar!


sieben + = 8