Access Gateway 5.0: Die fünf wichtigsten Neuerungen

Verfasst am 1. Dez. 2010 von | Kategorie: Desktop Delivery, Sicherheit und Verschlüsselung

Citrix hat vor wenigen Tagen Access Gateway 5.0 veröffentlicht. Wir haben uns die neue Version der SSL-VPN-Lösung gleich einmal angesehen und eine ganze Reihe interessanter Features entdeckt – sowohl für die physische Appliance Access Gateway 2010 als auch für die virtuelle Appliance Access Gateway VPX. Die fünf wichtigsten Neuerungen aus unserer Sicht sind:

  1. Integrierte Hochverfügbarkeit: Die HA-Funktion der MPX-Serie steht jetzt erstmals auch für Access Gateway 2010/VPX zur Verfügung. Zwei Access Gateway-Appliances (2x physisch, 2x virtuell oder 1x physisch/1x virtuell) werden dabei als Failover-Paar konfiguriert, das im Aktiv/Passiv-Modus arbeitet. Das primäre System hält alle Benutzer-Verbindungen, die sekundäre Appliance überwacht die primäre Appliance und dient als Backup-System. Die Sitzungs-Synchronisation sorgt dafür, dass die Endanwender beim Ausfall der primären Appliance sofort nahtlos weiterarbeiten können.
  2. Neue Management-Konsole: Citrix hat mit Access Gateway 5.0 eine komplett überarbeitete Administrations-Oberfläche eingeführt. Die neue Flash-basierende Konsole ist auch für Administratoren ohne umfangreiches Netzwerk-Know-how intuitiv zu bedienen und macht es noch einfacher, Zertifikate zu installieren, Zugriffsrichtlinien zu konfigurieren und Aktivitäten zu monitoren. Voraussetzung für den Einsatz ist ein Flash-fähiger Webbrowser.
  3. Support für VMware-Hypervisor: Zusätzlich zu Citrix XenServer unterstützt Access Gateway 5.0 VPX offiziell Hypervisor-Infrastrukturen auf Basis von VMware ESX und VMware ESXi. Unternehmen, die bereits eine VMware-Umgebung im Einsatz haben, können darüber also jetzt auch virtuelle Access Gateway Appliances bereitstellen.
  4. Variable Logon-Zugänge auf einer Appliance: Eine sehr interessante Neuerung ist, dass jedes Access Gateway jetzt mehrere Anmeldepunkte zur Unterstützung unterschiedlicher Funktionen oder verschiedener Benutzergruppen hosten kann. Dabei unterscheidet Citrix zwischen Basis- und SmartAccess-Anmeldepunkten: Die Basis Logon-Zugänge ermöglichen unbegrenzte Zugriffe auf Citrix XenApp und XenDesktop und werden über die im Produkt enthaltene Access Gateway Plattform-Lizenz abgedeckt. Zusätzliche User-Lizenzen müssen lediglich für SmartAccess-Anmeldepunkte erworben werden: Diese unterstützen dann erweiterte Zugriffskontrolle und Funktionen wie Netzwerk-Layer-VPN, Endpunkt-Analyse, Clientless-Zugang zu Websites und Dateifreigaben.
  5. Verbesserte Performance: Citrix hat die Produktarchitektur von Access Gateway mit der Version 5.0 grundlegend überarbeitet und verspricht dadurch höhere Stabilität und Performance. Unsere ersten Praxistests haben dies durchaus bestätigt.

Sehr praktisch ist außerdem, dass Kunden, die heute schon Access Gateway Standard oder Advanced einsetzen, ihre Einstellungen und Konfigurationen beim Update auf Access Gateway 5.0 übernehmen können.

Fazit: Das neue Release erweitert die Einsatzmöglichkeiten von Access Gateway deutlich – Anwender der Standard oder Advanced Edition sollten daher bald über ein Update nachdenken. Für XenApp-Kunden mit Secure Gateway könnte eine Migration auf die neue VPX-Version interessant sein.

Eine Reihe mit „How-To-Videos“ zum Access Gateway 5.0 gibt es im offiziellen Citrix-Blog.

Mehr zum Thema  SSL-VPN bei net2net

Florian Kirchner

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  1. […] Access Gateway in Version 5.0 ist seit Ende 2010 verfügbar. Neben vielen neuen Funktionen (http://blog.net2net.de/?p=49) enthält das neue Release aber leider immer noch ein paar Bugs. Das zweite Maintenance Release […]

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