Nachlese zur sbc convention 2015 – Teil 1: Virtualisierung und Storage

Verfasst am 25. Nov. 2015 von | Kategorie: Cloud Integration, Datenschutz, Hyperkonvergenz, Server-Virtualisierung, Sicherheit und Verschlüsselung, Storage

Die sbc convention 2015 ist vorüber – und unser diesjähriges Konzept mit vier einzelnen Veranstaltungen kam bei den Teilnehmern sehr gut an. Viele unserer Kunden nutzten die Gelegenheit, sich jeweils einen Tag lang intensiv mit einem IT-Schwerpunktthema auseinanderzusetzen. Neben Vorträgen unserer wichtigsten Hersteller standen dabei auch Podiumsdiskussionen und viel Erfahrungsaustausch auf dem Programm.

sbc convention 2015

Für alle, die in diesem Jahr nicht dabei sein konnten, gibt es in den nächsten Wochen eine ausführliche Nachlese im Blog. Los geht es mit der ersten Veranstaltung am 01. Oktober in Bamberg. Der Tag in der Villa Geyerswörth stand unter dem Motto „Server-Virtualisierung und Storage – was gut ist, wächst zusammen“.

VMware: Das Software-Defined Datacenter – ein neues Zeitalter der IT?

Gleich im ersten Vortrag zeigte VMware auf, wie bisher getrennte IT-Bereiche heute immer mehr miteinander verschmelzen. Das Unternehmen zielt mit seinem Konzept des „Software-Defined Datacenter“ darauf, alle Infrastruktur-Dienste im Rechenzentrum zu virtualisieren, das Management zu zentralisieren und viele Prozesse zu automatisieren.

Rüdiger Melzer, Senior System Engineer bei VMware, stellte in seinem Vortrag die Bausteine des Software-Defined Datacenters vor und ging dabei insbesondere auf Virtual SAN ein. VMware bietet mit vSAN eine Shared Storage-Lösung für hyperkonvergente Infrastrukturen, die für virtuelle vSphere-Maschinen optimiert ist. Die Lösung läuft auf jedem Standard x86-Server, lässt sich durch VM-orientierte Storage-Policies sehr einfach managen und ist tief in den Lösungsstack von VMware integriert.

(c) VMware

(c) VMware

Virtual SAN bietet All-Flash-Konfigurationen für bis zu 90.000 IOPS pro Host, vertikale Skalierung auf bis zu 64 Hosts pro Cluster und Unterstützung von vSphere Fault Tolerance. Die aktuelle Version – Virtual SAN 6.1 – ermöglicht es zudem, „Stretched Cluster“ über mehrere Standorte hinweg aufzubauen und so Daten synchron zwischen zwei geografisch getrennten Rechenzentren zu replizieren. Selbst beim Ausfall eines Standorts entstehen so praktisch keine Ausfallzeiten. (Mehr über Virtual SAN 6.1 lesen Sie unserer Nachlese zur VMworld Europe.)

Der Vortrag von VMware machte außerdem noch zwei weitere Dinge deutlich: Netzwerk- und Security-Mechanismen verlagern sich in Zukunft ebenfalls zunehmend in die virtuelle Welt – und die Integration von On-Demand-Ressourcen aus der Cloud wird in einer Software-definierten IT-Umgebung einfacher denn je.

Fortinet: Erkennen von neuen, intelligenten Angriffen

Voraussetzung für das perfekte Zusammenspiel von internen IT-Systemen und externen Diensten aus der Cloud ist jedoch eine ausgereifte Sicherheitsarchitektur. Wir hatten daher zur ersten Veranstaltung der sbc convention mit Fortinet auch einen der führenden Security-Hersteller eingeladen.

Dominic Haußmann, Senior System Engineer bei Fortinet zeigte in seinem Vortrag, wie Unternehmen ihre IT-Infrastruktur vor Advanced Persistent Threats schützen können – also vor komplexen, zielgerichteten Angriffe, die auf noch nicht bekannten Schwachstellen basieren (so genannten Zero-Day-Exploits). Herkömmliche Komponenten einer Sicherheitsarchitektur wie Firewalls, Intrusion Prevention Systeme oder Anti-Virus-Gateways können diese Art von Bedrohungen häufig nicht abwehren. Security-Spezialisten empfehlen daher den Einsatz einer Sandboxing-Lösung.

(c) Fortinet

(c) Fortinet

Beim Sandboxing werden verdächtige Dateien in eine geschützte Umgebung umgeleitet, die komplett vom übrigen Netzwerk abgeschottet ist. Dort kann die IT-Abteilung das Verhalten näher analysieren und die Datei schließlich blockieren, wenn es sich tatsächlich um Malware handelt. Informationen über neu entdeckte Angriffsmuster können zudem an den Security-Anbieter weitergegeben werden, der dann wiederum Updates für alle Kunden zur Verfügung stellt.

Wenn Sie weitere Informationen über die Sandboxing-Lösung von Fortinet erhalten möchten, können Sie sich jederzeit an unser Schwesterunternehmen DANES wenden.

Nutanix: Hyper-Converged Infrastructure

Mit Nutanix stellte sich auf der sbc convention schließlich ein Hersteller vor, der heute als Marktführer im Bereich Hyperkonvergenz gilt. Die Nutanix Xtreme Computing Platform ermöglicht es, Server-Ressourcen, Storage- und Netzwerkkomponenten in integrierten, Standard-basierten x86-Systemen zusammenzufassen. Dieser Ansatz vereinfacht die Bereitstellung von virtualisierten Infrastrukturen erheblich: Eine komplette vSphere-Umgebung inklusive Storage lässt sich mit hyperkonvergenten Systemen innerhalb von wenigen Stunden implementieren. Bisher mussten dafür mehrere Tage oder sogar Wochen eingeplant werden.

(c) Nutanix

(c) Nutanix

Im Vergleich zu traditionellen IT-Infrastrukturen bietet das Modell der Hyperkonvergenz Kunden eine ganze Reihe von Vorteilen.

  • Agilität und Skalierbarkeit: IT-Abteilungen können Business-Anforderungen extrem schnell erfüllen und ihre Umgebung bei Bedarf durch das Hinzufügen zusätzlicher Systeme sehr einfach erweitern.
  • Ausfallsicherheit: Hyperkonvergente Systeme sind darauf ausgelegt, dass einzelne Komponenten im Cluster ausfallen dürfen, ohne dass dadurch die Verfügbarkeit des Gesamtsystems beeinträchtigt wird. Daher wird es für IT-Abteilungen einfacher, eine hohe Ausfallsicherheit für kritische Anwendungen sicherzustellen.
  • Produktivität: Die Administration der einzelnen Komponenten erfolgt sehr effizient und weitgehend automatisiert über eine zentrale Management-Umgebung. IT-Abteilungen werden dadurch entlastet und gewinnen mehr Zeit für strategische Aufgaben.
  • Platzbedarf / Energieverbrauch: Im Vergleich zu traditionellen IT-Infrastrukturen lassen sich mit hyperkonvergenten Systemen die Energiekosten um über 50 Prozent und der Platzbedarf im Rechenzentrum um bis zu 70 Prozent reduzieren – so eine Schätzung von Nutanix.
  • Kosten: Hyperkonvergente Systeme sind in der Regel auch deutlich wirtschaftlicher als einzeln beschaffte Infrastrukturkomponenten. Die möglichen Einsparungen im Vergleich zu einer vorhandenen Umgebung kann net2net für Unternehmen individuell ermitteln.

Fazit: Mit Hyperkonvergenz, Software-definierten Infrastrukturen und fortschrittlichen Sicherheitskonzepten können Unternehmen ihre IT-Umgebung auf eine ganz neue Stufe bringen. Beeindruckend ist dabei vor allem, wie schnell sich mittlerweile innovative Technologien für den produktiven Einsatz bereitstellen lassen.

Bei allen weiterführenden Fragen zur Zukunft von Storage, Virtualisierung und Security stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Im nächsten Teil unserer Nachlese zur sbc convention geht es dann um die Themen Anwendungs- und Desktop-Virtualisierung.

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