BYOD und Datenschutz: Warum wir uns das „Putzen“ manchmal sparen können

Verfasst am 24. Mai. 2013 von | Kategorie: BYOD, Datenschutz, Mobility, Sicherheit und Verschlüsselung

In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Nutzern von mobilen Geräten der bislang gewährte Zugriff auf Unternehmensdaten wieder entzogen werden soll. Der Auftrag an den Administrator zur Durchführung eines „Remote Wipe“ ist schnell erteilt – das Smartphone oder Tablet wird durch diese Fernlöschung schnell auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Diese Maßnahme hilft immer dann, wenn ein Mobilgerät den Besitzer gewechselt hat – freiwillig oder auch unfreiwillig – und der neue Nutzer keinen Zugang zu den auf dem Gerät abgelegten Informationen haben soll. Was passiert aber, wenn sich nicht die Besitzverhältnisse an dem mobilen Gerät, sondern der Status des Benutzers geändert hat, weil dieser zum Beispiel das Unternehmen verlassen hat?

In einem BYOD-Szenario behält der Anwender natürlich auch nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen sein Mobilgerät. Die IT-Abteilung kann zwar sofort einen Remote Wipe durchführen – ebenso schnell lässt sich aber anschließend auch wieder ein Backup einspielen, das der Benutzer zum Beispiel auf seinem privaten Rechner gespeichert hat. Somit ist er jederzeit in der Lage, den ursprünglichen Zustand des mobilen Geräts wiederherzustellen.

Per Wipe wieder Hoheit über die Unternehmensdaten zu erlangen, ist bei BYOD also nicht mehr als ein netter Versuch. Durch das auf dem Privatrechner erstellte Backup besteht keine Möglichkeit, den Missbrauch der Unternehmensdaten zu verhindern.

BYOD ist ein komplexes Thema, das sich mit einfachen Bordmitteln nicht lösen lässt. Bei der Auswahl eines BYOD-Tools ist unbedingt darauf zu achten, dass dieses die besonderen Herausforderungen beim Einsatz privater Endgeräte adressiert und es sich nicht nur um eine neu verpackte Mobile Device Management-Lösung mit dem Stempel “BYOD-geeignet“ handelt. Ein isolierter „Business Container“ auf dem Mobilgerät, der ausschließlich durch die IT-Abteilung des Unternehmens verwaltet werden kann, wäre ein möglicher Lösungsansatz für die sichere Trennung von Berufs- und Privatsphäre in BYOD-Szenarien.

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