PHD Virtual Backup und Replication für XenServer v6.0 im Test

Verfasst am 4. Okt. 2012 von | Kategorie: Backup, Server-Virtualisierung

Seit wenigen Wochen ist Version 6 von PHD Virtual Backup und Replication für XenServer verfügbar.

net2net hat diese Version einem ersten Test unterzogen.

Gegenüber Version 5.4.2 bietet das neue Release insbesondere folgende Änderungen für Backup und Replikation in XenServer-Umgebungen:

  • Die größte Änderung für das XenServer-Backup sind die so genannten „GuestTools“, welche sowohl für 32 Bit- als auch für 64 Bit-Systeme zur Verfügung stehen. Mit diesen lassen sich SQL- oder Exchange-Logs nach einem erfolgreichem Backup sauber kürzen, ohne das händisch Wartungsjobs in der Maschine angelegt werden müssen. Ebenso bieten diese Tools die Möglichkeit, angepasste Skripte nach der Sicherung laufen zu lassen. Die Tools kümmern sich zudem um die korrekte Ansteuerung des Microsoft VSS Providers, welcher die gesicherte Maschine kurz „stilllegt“. So werden hierzu nicht mehr wie in Version 5.4.2 die Citrix XenTools verwendet.

  • Eine weitere Änderung ist die Auswahl zwischen einer „Virtual Full“-Sicherung und einer „Full/Incremental“-Sicherung.

So kann man das Backup von virtuellen Maschinen in einer XenServer-Umgebung effizienter planen und auch den benötigten Speicher bei einer  XenServer-Sicherung möglichst gering halten. Hierbei ist wie bei Version 5.4.2 auch bei dieser Version die Deduplizierung weiter im Einsatz. Diese besitzt in der neuen Version allerdings eine etwas schönere Übersicht über den verwendeten Platz.

(links: alte Version, rechts: neue Version)

  • Als weitere Änderung ist der ausführlichere Backup-Report zu erwähnen, welcher dem Administrator nun detaillierte Informationen bei der XenServer-Sicherung zur Verfügung stellt. Es gibt in der neuen Version auch die Möglichkeit, die Mailkonfiguration für Reports zu testen, um sicherzustellen, dass die eingegebenen Anmeldeinformationen richtig sind.

(links: alte Version, rechts: neue Version)


  • Ein weiterer Punkt ist die verbesserte File-Wiederherstellung, welche im Gegensatz zu der Vorgängerversion die Möglichkeit bietet, die Daten aus einem CIFS-Share wiederherzustellen. So muss bei Version 6 nicht zwingend der etwas komplizierte und vor allem auf manchen Systemen auch aufwändigere Weg über den ISCSI Connector gegangen werden, um die Wiederherstellung von Files in einer XenServer-Umgebung durchzuführen. Dieser Weg stellte in der Vorgängerversion die einzige Möglichkeit dar, Dateien wieder zurückzusichern. So lässt sich dann über einen UNC Pfad auf das Backup zugreifen. Dieser setzt sich wie folgt zusammen \\“ApplianceIP“\PHD_FLR_SHARE_“BACKUPID“\“DISKNUMMER“\“UID“

Neu ist auch der Reiter „Tools“ in der Übersicht, welcher sich aus folgenden Punkten zusammensetzt:

  • Migrate Appliance Settings: Mit diesem Punkt lassen sich einfach Migrationen auf andere Appliances oder neue Versionen durchführen – und dies in einer Live-Migration.
  • Export / Import Appliance Settings: Hier besteht erstmalig auch die Möglichkeit, die komplette Konfiguration der Appliance für Backup- oder Disaster Recovery-Fälle zu sichern. So kann der Administrator im Desasterfall einfach eine leere Appliance bei PHD Virtual herunterladen, die Konfiguration einspielen und das Backup-Verzeichnis anhängen. Schon ist das Backup wieder in der Lage, die Umgebung komplett zurückzusichern.
  • Hypervisor Inventory: In diesem Tab besteht die Möglichkeit, alle Disks des XenServer-Hypervisors auflisten zu lassen und diese Informationen auch zu Dokumentationszwecken zu exportieren.


  • VBA Health Monitor: Bietet eine Übersicht über den „Gesundheitszustand“ der Backup-Appliance. Hier lassen sich die Job Queue genauer darstellen oder auch Appliance-Fehlermeldungen anzeigen.

FAZIT:
Durch die von PHD Virtual eingeführten Neuerungen lassen sich das Backup und die Replikation von virtuellen Maschinen in einer XenServer-Umgebung effizienter planen. Auch die Übersichtlichkeit für den Administrator wurde verbessert. So ist es mit der neuen Version zum Beispiel wesentlich einfacher, Rücksicherungen durchzuführen. Kunden, die aktuell noch eine 5er Version von XenServer einsetzen, können PHD Virtual Backup und Replication für XenServer erst nach einem Update auf Version 6 nutzen. Der Agent zur SQL-Sicherung funktionierte im Test sauber, wie auch die Kommunikation mit dem Mircosoft VSS Provider. Das Produkt PHD Virtual Backup und Replication für XenServer v6.0 bietet viele neue Funktionen, die uns auf den ersten Blick völlig überzeugt haben und so ein Update auf die neue Version sinnvoll erscheinen lassen. Beim Update Ihrer bestehenden Installation unterstützt Sie net2net gern.

Nachtrag vom 09. Oktober:

Das Stilllegen („Quiesce“) einer virtuellen Maschine funktioniert unter Citrix XenServer 6.1 nur noch mit den Legacy Client Tools oder mit den installierten PHD Virtual Backup Guest Tools. In den Citrix XenServer 6.1 Tools ist keine Unterstützung mehr für die Volume Shadow Copy Services enthalten.
Wie Sie die XenServer 6.1 Tools im Legacy-Modus installieren, lesen sie hier:
support.citrix.com/article/CTX135099

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