Neue Version: Veeam Backup & Replication v9 ist da

Verfasst am 18. Jan. 2016 von | Kategorie: Backup, Microsoft Lösungen, Server-Virtualisierung

Was lange währt, wird endlich gut: Nach langer Zeit ist jetzt Version 9 von Veeam Backup & Replication erschienen und kann von allen Kunden eingesetzt werden. Wie bei den letzten Major Releases gibt es auch in v9 eine ganze Menge neuer Features, die sich wirklich lohnen. Wir fangen einmal mit den Application-Aware Backups und den Veeam-Explorern an.

Neu: Veeam Explorer für Oracle

  • Veeam Backup & Replication unterstützt jetzt Backup und Restore von Oracle-Datenbanken und Log-Files.
  • Voraussetzung: Es muss mindestens Oracle 11g im Einsatz sein.

Verbessert: Veeam Explorer für Microsoft SQL Server

  • Bei SQL Server-Datenbanken ist jetzt ein Restore auf Tabellenebene möglich.
  • Für den Restore kann mit v9 ein Remote Staging Server eingerichtet werden.

Verbessert: Veeam Explorer für Microsoft Active Directory

  • Veeam unterstützt jetzt den Restore von Active Directory-integrierten Microsoft DNS-Einträgen.
  • Mit dem verbesserten Explorer ist außerdem die Wiederherstellung von Group Policy Objects (GPOs) möglich.

Verbessert: Veeam Explorer für Microsoft SharePoint

  • Der Remote Staging Server für Microsoft SQL erleichtert den Datenbank-Restore.
  • Der Veeam Explorer für Microsoft SharePoint unterstützt jetzt auch Full Site Recovery.

Verbessert: Veeam Explorer für Microsoft Exchange

  • Die neue Version bietet Support für Exchange Server 2016.

Des Weiteren hat sich auch einiges in Bezug auf das Backup und den Restore im Allgemeinen getan. Zu den interessantesten neuen Features gehören:

Scale-Out Backup Repository

Dieses Feature ist wirklich Gold wert. Hierbei handelt sich um ein logisches Backup Repository, das sich beliebig um weitere Repositories erweitern lässt. Das bedeutet, dass ich mein Repository, das ich in meinem Backup-Job anspreche, bei knapp werdenden Speicher-Ressourcen einfach um ein weiteres Laufwerk, CIFS-Share oder einen anderen Speicher erweitern kann, ohne dafür mein komplettes Backup-Konzept umstricken zu müssen.

NFS-Direct-Access

Dieses neue Feature betrifft nur die VMware-Welt mit NFS-Datenspeicher und nicht Hyper-V. NFS-Direct-Access ermöglicht, dass die Backup-, Replication- und Restore-Operationen direkt zwischen dem Storage (NFS), dem Veeam-Proxy und dem Backup-Repository laufen. Dass bedeutet, dass die Daten direkt aus dem Storage gelesen und ins Storage geschrieben werden können, ohne den Umweg über den ESX-Host gehen zu müssen.

Backup von SnapMirror- bzw. SnapVault-Destination-Filern

Backups, die über die Netapp Storage Integration per Snapshot erstellt wurden und noch zusätzlich auf einen zweiten Filer per SnapMirror oder SnapVault übertragen wurden, können jetzt als Quelle für die Kopie auf Backup2Disk oder Tape genutzt werden. Das Ganze hat natürlich zur Folge, dass das primäre Storage-System entlastet wird.

One-Backup-File per VM

Eine weitere Änderung betrifft die Backup-Files. Bisher wurde pro Backup-Job ein großes Backup-File mit allen VMs angelegt, was natürlich einige Nachteile hatte. So bestand immer die Gefahr, dass bei einer Datei-Korruption alle VM-Backups auf einmal verloren gehen. Mit v9 gibt es nun die Möglichkeit, die Option „Per VM Backup File“ zu nutzen. Dabei werden nicht mehr alle VMs eines Backup-Jobs in ein File geschrieben – stattdessen wird für jede VM ein eigenes Backup-File angelegt. Dies erleichtert und beschleunigt natürlich auch den Restore vom Tape.

Ich könnte diesen Blog-Eintrag jetzt noch um einige Seiten verlängern, aber das würde ein wenig den Rahmen sprengen. Falls ich Ihr Interesse geweckt habe und/oder Sie noch Fragen zu den genannten oder weiteren Neuigkeiten haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

HAPPY BACKUP!!

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